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Biker und Rocker – Die missverstandenen Sündenböcke

Nicht zuletzt wegen des Inkrafttretens des Polizeiaufgabengesetzes (PAG) am 25. Mai letzten Jahres stellt sich die Frage, ob das generelle Durchgreifen des Staates unverhältnismäßig ist. Schaut man sich die Statistik des Bundeskriminalamts über das Bundeslagebild 2017 zur angeblich Organisierten Kriminalität an fällt auf, dass die Kriminalitätslage in den letzten Jahren stagniert ist. Wir sprechen hier von insgesamt 572 Verfahren im Jahre 2017. Eine vermeintlich hohe Zahl denkt man bis man diese Zahl einmal mit der Anzahl der Cybercrimedelikte vergleicht hat, die sich auf 85.960 belaufen, etwas mehr. Es scheint als würden Medien und Politiker hier Propaganda praktizieren. Die Gefahr, die von Einzeltätern begangene Delikte, ist mehr als gering im Vergleich, der von Cyberspionage ausgeht. Sollte man dort nicht seinen strafrechtlichen Fokus setzen? Die Schlagzeilen und Medienaufmerksamkeit legen jedoch nahe, dass die strafrechtliche Verfolgung der angeblichen organisierter Kriminalität Priorität hat. Dabei gibt es einen rückläufigen Trend im Aspekt der finanziellen Schäden.  Die Wurzel allen Übels findet sich jedoch in den Schlagzeilen-Gesellschaft der heutigen Zeit. Zeitungen (Boulevardpresse) veröffentlichen meist auf ihrer Titelseite verheißungsvolle Schlagzeilen. Diese sind natürlich grundsätzlich negativ. So entsteht der Eindruck, die ganze Szene sei kriminell. Die Lesenden bekommen einen ersten Eindruck über einem Thema und bilden sich selbstverständlich ein Urteil was dann in ihren Köpfen fest verankert ist, unmittelbar erhöht sich dadurch der Druck auf Politiker zum Handeln, das sich darin niederschlägt, dass Verbote umgesetzt werden wo gar keine benötigt werden. Und plötzlich hat man ganz schnell eine Neufassung des PAG (Polizeiaufgabengesetzt). Verschwiegen wird aber, bzgl. der Verfahren, dass es im Großteil zu keiner Verurteilung kommt, ich nenne das mit Kanonen auf Spatzen schießen. Das zu erwähnen würde aber das negative Bild der Szene zerstören und bleibt unerwähnt. Die Folge: Biker, die einfach nur ihren Lebensstil ausleben wollen, werden unverhältnismäßig hart von der Polizei angegangen. Polizeirazzien gehören zum Alltag eines Biker-Clubs. Sicherlich ist das Milieu anfälliger für Kriminalität als Hobbys des Otto-Normalverbrauchers. Fraglich ist es dennoch, ob Einzeltäter repräsentativ für eine ganze Szene sein dürfen. Dieser Generalverdacht ist undemokratisch. Aber dennoch taugt diese Thematik bestens zur Ablenkung von anderen politischen Problemen. Für all die Leute da draußen, die nicht wissen, für was das Biker-leben steht, erläutere ich es hier einmal in aller Kürze.

Wie bei allem muss man am Anfang beginnen. Angefangen hat alles mit der Liebe zum Motorradfahren und der Rockmusik. Clubs wie die Hells Angels gibt es schon seit dem Jahre 1948. Und genau wie dieser Club, vereinigte dieses Interesse weltweit Menschen. In diesen Clubs findet man Freunde fürs Leben. Brüder, die mehr als das sind. Leute, die für dich ihre Hand ins Feuer halten und durch das Feuer für dich gehen würden. Das Ganze funktionierte jedoch nur unter dem Aspekt des Respekts. Heutzutage gerät diese Lebensweise jedoch aus dem Kontext gezogene Aussage und Sachverhalte immer mehr in Verruf und dadurch auch immer öfter ins Visier der Polizei. Ich denke Freiheit und die Bindung an Recht und Ordnung vertragen sich schlussendlich nicht immer. Aber bevor man voreilig einer aufregenden Schlagzeile Glauben schenkt, sollte man sich stets hinterfragen, ob nicht vielleicht auch mehr dahintersteckt. Manche Clubs haben bestimmt das eine oder andere schwarze Schaf, was aber noch lange nicht heißt, dass die anderen das auch sind. Man soll ja nicht im Glashaus sitzen und mit Steinen schmeißen, was doch die Printmedien und andere Einrichtungen gerne machen.

Fazit: Das erst vor kurzen in Kraft getretene Polizeiaufgabengesetz wird sicherlich die letzte Maßnahme sein, besser gegen Biker-Clubs durchzugreifen, ob dies den Werten der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit entsprechen, auf denen unsere Demokratie aufgebaut ist, ist mehr als fraglich.

Die folgenden Artikel werden sich mehr auf Elektromobilität (E-Motorrad) und ihre Möglichkeiten in de Zukunft befassen. Bei Anregungen und Wünschen, hinterlasst gerne einen Kommentar, Bis dahin.

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